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Welche Frau braucht eine Doula?

Die Doula als Geburtsbegleiterin

Grundsätzlich ist es für jede Frau von Vorteil, während der Geburt eine Doula an der Seite zu haben, ob sie nun zu Hause, in einem Geburtshaus oder in einer Klinik gebären will.
In einigen Lebenssituationen kann es aber besonders wichtig sein, emotionale und praktische Unterstützung durch eine Doula zu erhalten:

  • wenn eine Frau ihr erstes Kind erwartet und sich unsicher, alleingelassen oder ängstlich fühlt
  • wenn eine werdende Mutter schon vor der Geburt alleinstehend ist
  • wenn eine Frau sich bei der Geburt des ersten Kindes nicht ausreichend umsorgt gefühlt hat
  • wenn eine Frau eine vorhergehende Geburt als besonders schwer oder traumatisch erlebt hat
  • wenn der Partner nicht sicher ist, ob er seine Frau alleine bei der Geburt begleiten und unterstützen möchte
  • wenn die werdende Mutter noch sehr jung ist
  • wenn eine Frau einen Migrationshintergrund hat und eine vertraute Person mit zur Geburt nehmen möchte
  • wenn ein geplanter Kaiserschnitt bevorsteht
  • wenn ein behindertes Kind erwartet wird
  • wenn das Kind nur wenige Stunden lebensfähig sein wird oder bereits im Mutterleib verstorben ist

Die Wochenbett-Doula

Auch in der Wochenbettzeit ist eine Doula der neugeborenen Familie eine wohltuende Hilfe bei der Umstellung auf das Leben mit einem Neugeborenen und seinen vielfältigen Herausforderungen.
In folgenden Lebenssituationen kann eine Wochenbett-Doula für eine Frau von besonderem Vorteil sein:

  • Wenn eine Frau eine Hausgeburt, eine Geburt im Geburtshaus oder eine ambulante Geburt in der Klinik plant, mag es für ihre Entscheidung hilfreich sein zu wissen, dass sie zu Hause von ihrer Doula gut versorgt sein wird — und dass der Partner nicht alleine diese Aufgabe übernehmen muss.
  • Eine alleinerziehende Mutter braucht vielleicht besonders das Gefühl, in ihrer Leistung anerkannt und doch auch umsorgt und verwöhnt zu werden, und sie mag eine Ansprechpartnerin für ihre Fragen als wohltuende Entlastung empfinden.
  • Die Wochenbettbetreuung durch eine Doula kann eine Prophylaxe für Babyblues (sog. 'Heultage') und Wochenbettdepression sein.
  • Wenn schon ein oder mehrere Geschwister da sind, kann die Doula dafür sorgen, dass Mutter und Kind(er) ausreichend Zeit haben, um das Neugeborene kennenzulernen und miteinander vertraut zu werden. Sie entlastet die Wöchnerin von den unausweichlichen Anforderungen des Alltags mit Kindern und ermöglicht ihr Ruhezeiten auch am Tage.
  • Nach Zwillings- oder Mehrlingsgeburten sollte einer Frau so viel Hilfe wie möglich zustehen, damit sie viel Zeit mit den Kindern verbringen kann. Wenn sie stillen möchte, ist die Doula eine geduldige Helferin in der schwierigeren Anfangsphase.
  • Auch nach einer Frühgeburt hilft die Doula der Mutter, Zeit für die besonderen Bedürfnisse des Kindes zu haben.
  • Manche Frauen brauchen nach einem Kaiserschnitt längere Zeit als erwartet, bis sie wieder belastbar und fähig sind, ihren Alltag zu bewältigen.

Für die Nachsorge im Wochenbett braucht eine Frau selbstverständlich auch eine Hebamme. Eine Doula kann darüber hinaus jedoch die junge Mutter auf intensive und einfühlsame Weise in der neuen Alltagssituation unterstützen.

Design: Karsten Berlin